Paare und Gruppen

Paare

Meine Beratungsleistung ist keine psychotherapeutische im Sinn des Psychotherapeutengesetzes. Selbstverständlich fließen Theorien und Modelle aus Psychologie und Psychotherapie in die Arbeit ein. Dieser Rahmen wird erweitert um philosophische und damit grundlegende Aspekte, die die Lebensgrundhaltung und die Lebensführung betreffen.

 

Damit Sie einen Eindruck erhalten, in welchen Horizont meine Arbeit mit Paaren gehört, skizziere ich zwei Themenkreise, in denen Paare in mir einen hilfreichen Partner finden.

 

Oft klagen Paare darüber, den anderen „nicht mehr zu kennen“. Einige sagen, sie hätten sich voneinander entfernt oder entfremdet und „sich nichts mehr zu sagen“. Das Leben sei mehr ein Nebeneinander als ein Miteinander.

 

Am Beginn der gemeinsamen Arbeit steht die Frage, was die Partner motiviert, in die Beratung zu kommen und was sich jeder Teil erhofft. Ein Beispiel: Beide Partner möchten der Beziehung „noch eine Chance“ geben. Sie möchten wieder zueinander zu finden. Die gemeinsamen Bemühungen richten sich dann darauf, einen breiten, auch geschlängelten, nicht immer direkten und geraden Weg zu bahnen, auf dem die Partner aufeinander zugehen können. Es geht darum, den Partner wieder oder neu kennen zu lernen, auf gemeinsame Ent-Deckungs-Reisen zu gehen und Ent-Täuschungen als willkommene Erkenntnisse zu begrüßen, die das Einander-Wieder-Finden ermöglichen.

 

Das gemeinsame Gespräch und die dazu gehörigen Übungen dienen dazu, Zugangsweisen zur individuellen Welt des Partners zu finden, um ihn und seine Anliegen nachvollziehen, begreifen, verstehen zu lernen. Gleichzeitig decken wir Themen auf, die von einem der Partner oder von beiden als bereichernd erlebt werden. Diese Klärungen gestalten ein Panorama, das Auskunft darüber gibt, welche individuellen und gemeinsamen Wünsche die Partner verwirklichen möchten, welche Möglichkeiten sie „sehen“ und wie sie sie nutzen werden.

 

Im Themenkreis Konflikte schauen wir uns Motive und Motivationen näher an und zusätzlich Muster in der Paarkommunikation. Je nachdem, worum es den Partnern geht, werden wir diesen Zweier-Kreis (Partnerbeziehung) erweitern um weitere Personen bzw. Beziehungen, die im Konfliktgeschehen eine Rolle spielen. In einem ersten Schritt dreht sich die gemeinsame Arbeit darum, ein Fundament für eine neue Verständigungsbasis und einen veränderten Umgang miteinander zu legen. Beides dient als Sprungbrett für weitere Entscheidungen, die das Paar trifft.In der Paarberatung legen die Betroffenen unterschiedliche Schwerpunkte. Den einen geht es um „grundsätzliche Fragen“, den anderen um einen „möglichst schnellen Ausweg“ aus den aktuellen Schwierigkeiten. Das Fragen nach Grundlegendem führt uns zu Gesprächen und Übungen, die sich eher philosophischen und Glaubensfragen widmen. Die Anforderung, rasch aktuelle Probleme „in den Griff zu kriegen“, mündet in ein pragmatisches Vorgehen.