Innovation: Schattentage* – ein Muss systemischer Personalentwicklung und Weiterbildung

Kurzbeschreibung
Der Coach begleitet den Klienten (oder die Gruppe) schweigend über den Arbeitstag, um aus der Beobachterperspektive Erkenntnisse über Klientensystem, Beziehungen und Wechselwirkungen zu gewinnen.

Schattentage sind eine spezielle Erkenntnisquelle im Rahmen eines ganzheitlichen Qualifizierungskonzepts. Sie öffnen das Tor zu einem Wissen, das nirgendwo beschrieben ist. Ihre Effektivität beweisen Schattentage besonders im Rahmen von Coaching-Maßnahmen (Coaching-Varianten, Meta-Coaching). Das Coaching wird dadurch kontext- und person-spezifisch gestaltet und das Repertoire in Denken, Fühlen, Handeln werden alltagstauglich erweitert.

Weiterführende Bemerkungen
Dank des unmittelbaren Erlebens des Klienten in dessen Alltag informieren die Beobachtungen des Coachs diesen sowohl über Charakteristika der Person und Interaktion als auch über Umfeldvariablen und Wirkungskreisläufe. Dadurch wird der Coach dem Klienten ein kompetenter(er), weil mit „Insider-Eindrücken“ ausgestatteter Inspirator für Selbstbild, Selbstwirksamkeit und das Einnehmen neuartiger Sicht- und Aktionsweisen. Er kann dem Klienten fundiertes Feedback geben, Erzählungen des Klienten „treffsicherer“ in den Prozess einordnen und ihn insgesamt wirksamer unterstützen.

Die spezielle Anforderung an den Coach besteht darin, die vielfältigen Informationen in die Arbeit mit dem Klienten praktisch Ziel führend zu integrieren. Inwiefern ihm dies gelingt, können Coach und Klient unmittelbar kontrollieren. Zunächst anhand des Feedbacks auf die Schattentage: Was hat der Coach beobachtet, und wie passt das zum persönlichen Horizont des Wahrscheinlichen und der eigenen Erfahrungen? Zweitens kann der Klient die Fruchtbarkeit von Schattentagen anhand der gemeinsam erarbeiteten Veränderungsoptionen und drittens anhand deren Bewährung in der Praxis überprüfen.

Auf eine tiefer gehende Diskussion mit Ihnen freue ich mich!

*Erstmals publiziert von Regina Mahlmann: