
Coach den Coach
Systemisch und in Anlehnung an den zweiten Hauptsatz der Kybernetik gefragt:
Wer beobachtet den Beobachter?
Worum es geht, ist: In einem fundamentalen Frage-Prozess und Diskurs sich selbst auf die Schliche zu kommen. Kurz: Es geht um eine gründliche: Grundlagen einschließende und diese betreffende, professionelle Reflexion. Also:
- gemeinsam Fragen aufzuwerfen und zu diskutieren,
- gemeinsam Erfahrungen beschreiben, kontextuieren und reflektieren,
- gemeinsam neues Wissen, Wissens-Wertes, Kritisches in das persönliche Repertoire einzuspeisen,
- gemeinsam zu klären,
- wo „blinde Flecken“ liegen (könnten),
- welche Muster Denken, Fühlen, Verhalten leiten – und welches „Anschlussverhalten“ dadurch auf Klientenseite nahe gelegt wird,
- welche Werthaltungen besonders prägen, sowohl als Filter als auch als Botschaft,
- welche Funktion sowohl persönliche „blinde Flecken“ als auch Muster haben (könnten) sowie
- wann, unter welchen Bedingungen sie (typischerweise und mit welchen Auswirkungen) aus der Tiefe an die phänomenale Oberfläche empor tauchen,
- welches die persönlichen Neigungen und Abneigungen sowie Leistbarkeiten sind: Möglichkeiten und Grenzen aufdecken und überprüfen,
- was der gecoachte Coach aus welchen Gründen beibehalten und was er aus welchen Gründen verändern möchte – und mit welchen Hoffnungen und Zielen.
Der Nutzen resultiert darin, das persönliche Denken, Fühlen und Handeln zu bereichern:
- das Spektrum der Sichtweise auf sich selbst umfassend zu erweitern,
- den subjektiven Spielraum des Denkens, Fühlens und Handelns außerordentlich kritischüberprüfen,
- andere Sichtweisen zu erfahren und zu erproben,
- neues Wissen und neuartige Denk-Fühl-Varianten anzuschauen und – vielleicht – sich anzueignen,
- sowohl die Fremd- als auch die Selbst-Beobachtung zu schärfen,
- eigene Möglichkeiten und Unmöglichkeiten zu erkennen und zu akzeptieren.
Literatur von Regina Mahlmann: siehe „Publikationen“
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